Die Motivation zum Finden der Lebensaufgabe

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 8 der Reihe Lebensaufgabe finden und umsetzen

Was bringt mich dazu, Kraft und Energie zu investieren, meine Lebensaufgabe zu finden? Was ist die Motivation zum Finden der Lebensaufgabe?

Vielleicht ist der Auslöser ein bestimmtes Ereignis. Es mag sich um ein einschneidendes Ereignis handeln, ein Ereignis, das die Begrenztheit des Lebens vor Augen führt. Vielleicht ist es die plötzliche Heilung einer Erkrankung, und das Leben wird als neu geschenkt erlebt. Auf einmal werden Defizite im bisherigen Leben bewusst. Es wird erkannt, dass dem bisher gelebten Leben ein Sinninhalt gefehlt hat. Der Entschluss wird gefasst, den Kurs zu ändern und die geschenkte Lebenszeit wirklich sinnvoll zu nutzen.

Die Ereignisse, welche die Frage nach meiner Lebensaufgabe aufwerfen, können spektakulär oder auch völlig unspektakulär sein. Die Bandbreite möglicher Ereignisse ist nahezu unbegrenzt. Auch wenn beispielsweise die Lebensmitte erreicht wird, kann diese als ein Ereignis erlebt werden, das den Anstoß zur Frage nach der Lebensaufgabe gibt. „Habe ich bisher wirklich ein Leben geführt, in dem eine Aufgabe erkennbar ist?“ So oder ähnlich können die Fragen lauten, die bisweilen ins Bewusstsein gelangen und eine Antwort fordern. Unzufriedenheit mit dem bisherigen Leben wäre dann das auslösende Ereignis.

Vielleicht ist es auch eher eine rationale Überlegung, die mich zur Frage nach meiner Lebensaufgabe bringt. Kein bestimmtes Ereignis ist der Auslöser, sondern die zukunftsgerichtete Überlegung, mein „Kapital“ (meine Begabungen, Fähigkeiten, Talente) möglichst optimal einzusetzen. Das Finden der Lebensaufgabe ist dann ein planvolles Vorgehen mit einem klaren Ziel. Es ist gewissermaßen das Planen einer „Lebenskarriere“, allerdings ohne die Einschränkung auf den beruflichen Aspekt. Die Lebensaufgabe bezieht sich dann auf den gesamten Menschen mit Körper, Seele und Geist und alle seine Beziehungen.

Die meisten Menschen werden die Frage nach der Lebensaufgabe als Reaktion auf ein Ereignis stellen. Ohne über genaue, durch systematische Untersuchungen fundierte Zahlen zu verfügen, dürfte die Annahme berechtigt sein, dass die „Planer“ sehr deutlich in der Minderheit sind.

Wie auch immer bei mir die Frage nach der Lebensaufgabe aufgeworfen wird: es ist wichtig, mir mein Motiv bewusst zu machen. Am besten schreibe ich es auf, nehme mir bewusst Zeit bei der Formulierung. Später, im Verlauf meines Findungswegs, werde ich immer wieder auf mein Motiv zurückkommen.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.