Inspirierende Zitate von Karl Jaspers – Arzt, Psychiater, Philosoph

Inspirierende Zitate von Karl Jaspers

10 inspirierende Ziotate von Karl Jaspers - Gestaltung: privat
10 inspirierende Zitate von Karl Jaspers – Gestaltung: privat – Quelle: Von ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Metzger, Jack / Com_L15-0722-0001-0007 / CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0

Karl Theodor Jaspers (1883-1969) war ein deutscher Psychiater und Philosoph. Als Arzt trug er grundlegend zur wissenschaftlichen Entwicklung der Psychiatrie bei. Sein umfangreiches philosophisches Werk gewann insbesondere in den Bereichen der Religionsphilosophie, Geschichtsphilosophie und der Interkulturellen Philosophie große Bedeutung.

Auseinandersetzung mit der Existenz des Menschen

Karl Jaspers kann als Quereinsteiger in die Welt der Philosophie gelten. Zunächst studierte er Medizin, wohl motiviert durch den Arzt, der seine Erkrankung diagnostizierte. Zeit seines Lebens litt Karl Jaspers unter Bronchiektasie, eine chronische Erkrankung der Bronchien. Ein langes Leben schien ihm nach dem damaligen Stand der Medizin nicht beschieden zu sein.

Von der Medizin führte ihn der weitere Weg auf das Gebiet der Psychiatrie. Das Ergebnis seiner psychiatrischen Studien veröffentlichte er unter dem Titel „Allgemeine Psychopathologie“, ein Werk, das sich in kurzer Zeit zu einem Klassiker entwickelte.

Der Philosophie widmete er sich schon sehr früh in seinem Leben. Im Zeitverlauf entstand ein äußerst umfangreiches Werk. Auch zu politischen Themen nahm er immer wieder Stellung.

Die menschliche Existenz ist nach Karl Jaspers nicht ohne „Grenzsituationen“ zu denken. Mit diesem von ihm schon 1919 geprägten philosophischen Begriff bezeichnet er Situationen, in denen der Mensch endgültig, unausweichlich und unüberschaubar an die Grenzen seines Seins stößt (in Anlehnung an Arnim Regenbogen/Uwe Meyer: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Meiner, Hamburg 2005: Grenze/Grenzsituation).

Solche Grenzsituationen erlebte Karl Jaspers selbst. In der Zeit des Dritten Reiches verlor Karl Jaspers aufgrund seiner politischen Einstellung seine Ämter an der Universität Heidelberg, wurde zunächst zwangspensioniert und durfte später nicht mehr publizieren. Er weigerte sich, sich von seiner jüdischen Frau Gertrud zu trennen.

Wohl nur dank des rechtzeitigen Einmarschs der US-Armee in Heidelberg entgingen Gertrud und Karl Jaspers der bereits geplanten Deportation in ein Konzentrationslager. Für den Fall einer Deportation hatte Karl Jaspers vorgesorgt und für sich und sein Frau Zyankali beschafft, um sich der Deportation durch gemeinsamen Suizid zu entziehen. Schon im Mai 1942 notierte Jaspers in seinem Tagebuch: „Wenn ich Gertrud nicht schützen kann gegen Gewalt, so muss ich sterben. […] Treue ist irgendwo absolut oder sie ist gar nicht.“.

Von Karl Jaspers sind eine ganze Reihe von Zitaten überliefert. Von Authentizität geprägte, tiefgründige und gleichzeitig auf besondere Art inspirierende Zitate von Karl Jaspers spiegeln sein Leben und Wirken wider. Sie gewähren einen Einblick in sein Denken und in seinen Erfahrungsreichtum.

Liebe ist Selbstwerden in Selbsthingabe, K. Jaspers - Gestaltung: privat
Auch das gesteigertste psychologische Verstehen, K. Jaspers - Gestaltung: privat
Die Wahrheit beginnt zu zweien, K. Jaspers - Gestaltung: privat
Wir sind sterblich, wo wir lieblos sind, und unsterblich, wo wir lieben, K. Jaspers - Gestaltung: privat
Der Mensch wird was er wird durch die Sache, K. Jaspers - Gestaltung: privat

Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.