Kraftgedanken – Hoffnung bewirkt Erstaunliches

Hoffnung bewirkt Erstaunliches! Sie spielt im Leben eine ganz entscheidende Rolle. Gedanken der Hoffnung sind Kraftgedanken. Es gibt mittlerweile viele Studien, die dies belegen. Eine hoffungsvolle Einstellung wirkt sich positiv auf die Erhaltung der physischen wie psychischen Gesundheit und bei Krankheit auf den Krankheits- bzw. Heilungsverlauf aus. Hoffnungsvolle Menschen empfinden mehr Sinn im Leben. Im Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen sind sie besser „vernetzt“, klagen weniger über Einsamkeit und verfügen über eine höhere soziale Kompetenz. Außerdem sind hoffnungsvolle Menschen leistungsfähiger, sowohl im Beruf als auch bei anderen Aktivitäten, beispielsweise beim Sport. Und wenn es Rückschläge gibt, erholen sich hoffnungsvolle Menschen schneller davon.

Für hoffungsvolle Menschen bedeutet ein Rückschlag kein endgültiges Scheitern. Sie haben vielmehr die Einstellung, dass die Ursache bei etwas liegt, das sich verändern bzw. korrigieren lässt. Sie sind überzeugt, dass sie ihre Zukunft beeinflussen können und nicht einem Schicksal quasi schutzlos ausgeliefert sind. Sie haben Selbstvertrauen, glauben an sich selbst und ihre Gaben und Fähigkeiten, mit denen sie etwas bewegen können. Sie sind belastbarer, entschlossener und konzentrierter als hoffnungsarme Menschen. Bei einem Rückschlag suchen sie den Grund dafür nicht in erster Linie bei sich selbst. Hoffnungsarme Menschen sind hingegen mehr auf sich selbst gerichtet und sehen in einem Rückschlag eher etwas Unveränderliches.

Menschen lassen sich nicht so einfach einer der beiden Kategorien „hoffungsvoll“ und „hoffnungsarm“ oder gar „hoffnungslos“ zuordnen. Vielmehr gibt es sehr viele Zwischentöne. Und es gibt sehr unterschiedliche Lebenssituationen. Manchmal führen sie an die äußerste Grenze des Erträglichen.

In seinem Buch „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ berichtet der Neurologe und Psychiater Viktor Frankl von seinen Erlebnissen im Konzentrationslager. Insbesondere nahm er wahr, dass zwischen Weihnachten und Silvester 1944 mehr Gefangene als jemals zuvor starben. Es waren jedoch nicht mögliche äußere Umstände, wie etwa Nahrungsentzug, Verringerung von Essensrationen, härtere Arbeit oder eine Epidemie, die für die vermehrten Sterbefälle verantwortlich zu machen gewesen wären. Es war vielmehr fehlende Hoffnung. Er schreibt:

„Der Grund für das Sterben so vieler Gefangener war vielmehr, dass Gerüchte umgegangen waren, das Ende des Krieges sei in greifbare Nähe gerückt. Die Lagerinsassen  lebten in der Erwartung, noch vor Weihnachten befreit zu werden. Als das Fest näher rückte und es keine Anzeichen dafür gab, dass die alliierten Gruppen bald einträfen, verloren viele Gefangene den Mut. Sie resignierten. Und nachdem keine Hoffnung mehr da war, gaben sie den Kampf ums Überleben auf. Innerhalb weniger Tage starben viele von ihnen. Die Hoffnungslosigkeit übertrug sich auf die anderen Gefangenen und schon bald breitete sich diese negative Haltung wie eine Epidemie im Lager aus und viele fielen ihr zum Opfer.”

Manchmal ist ein einfühlsamer Zuspruch notwendig und hilfreich, um in einer schwierigen Lebensphase die Flamme der Hoffnung wieder zu entfachen, den Optimismus wieder zu schüren. Hoffnung ist zwar immer noch da, aber im Moment eben ganz klein, fast nicht mehr wahrnehmbar. Dann kann ein Impuls von außen das Vorhandene wieder stärken und kräftigen. Lebensmut und Lebenskraft kommen wieder.

Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.