Wohin bewegt sich die Seele beim Sterben? Kann sie überleben?

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Wenn man eine Urlaubsreise in ein Land plant, in dem man noch nie war, liegt es nahe, sich vor Reiseantritt intensiv über das Reiseziel informieren. Man recherchiert im Internet, kauft sich vielleicht Reiseführer, befragt andere, die schon einmal dort waren, usw. Kurzum, man unternimmt einiges, um sich gut auf die Reise vorzubereiten. Schließlich soll die Urlaubsreise nicht in einer Enttäuschung enden.

Dieser Beitrag basiert auf der Prämisse, dass der Seele, dem individuellen Selbst, eine Substanzialität zugesprochen wird. In weiterer Konsequenz ist die Seele nicht an den Lebenszyklus des Körpers gebunden, sondern kann unabhängig von ihm existieren. Wird diese Prämisse abgelehnt, sind die Aussagen dieses Beitrags irrelevant.

Eine Urlaubsreise dauert nur wenige Wochen. Wenn man am Ende doch enttäuscht ist, da die Erwartungen nicht erfüllt wurden, gibt es meistens eine Möglichkeit einer zukünftigen Kompensation. Man lernt aus der Erfahrung, wählt das nächste Urlaubsziel gewissenhafter aus und versucht, die Negativerfahrung auszugleichen.

Wohin bewegt sich die Seele - Gestaltung: privat
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Unter diesem Vorzeichen mutet es schon seltsam an, dass sich die meisten Menschen nur wenige Gedanken um das „Reiseziel“ ihrer Seele, ihres individuellen Selbst, machen. Schließlich ist es eine „Reise“, die irgendwann angetreten werden muss. Man hat keine Wahl und es gibt auch keine Rückkehrmöglichkeit.

Bei einer Nahtoderfahrung löst sich die Seele nur vorübergehend vom Körper. Die meisten Berichte von Nahtoderfahrungen lassen darauf schließen, dass sich die Seele in der Nähe des physischen Körpers aufhält. Sie kehrt, nachdem die Lebensfunktionen des Körpers hinreichend wiederhergestellt wurden, wieder in den Körper zurück.

Wohin jedoch bewegt sich die Seele, nachdem sie sich endgültig vom Körper gelöst hat? Diese Frage lässt sich nicht empirisch beantworten. Auf Grundlage einer Vielzahl von berichteten Phänomen lassen sich jedoch Hypothesen ableiten.

Was geschieht mit mir wenn ich sterbe - Gestaltung: privat

Dieser Beitrag ist Teil der Serie „Was geschieht mit mir wenn ich sterbe?
Grobes Inhaltsverzeichnis

Existenz in einem extrauniversalen Existenzraum

Eine Hypothese geht davon aus, dass sich die Seele in einen extrauniversalen Existenzraum, dem Jenseits, bewegt. Mit anderen Worten: Sie bewegt sich in eine andere Dimension, die den im intrauniversalen Existenzraum lebenden Menschen nicht zugänglich ist. Zumindest gilt dies für den Normalfall, da es durchaus Menschen zu geben scheint, denen das vorübergehende Durchdringen der Grenze zwischen Diesseits und Jenseits auch während ihres Lebens möglich ist.

Eine weitere Hypothese postuliert, dass die Seele auch schon vor dem leiblichen Tod in einem extrauniversalen Existenzraum existiert. Bei Eintritt des Todes wird lediglich die Verschränkung mit der Seele des Diesseits gelöst. Die Frage eines Durchdringens der Grenze zwischen Diesseits und Jenseits ist irrelevant, da durch die Verschränkung eine Verbindung bereits besteht.

Beide Hypothesen haben gemeinsam, dass das individuelle Selbst nach dem leiblichen Tod in einem Jenseits weiterlebt. Wie der extrauniversale Existenzraum beschaffen ist, lässt sich aus dem Erkenntnisraum des Diesseits nicht erschließen. Es bedarf einer Offenbarung durch eine autoritative Instanz (z. B. Gott), die im extrauniversalen Existenzraum existiert und die Verhältnisse und Bedingungen in diesem Existenzraum genau kennt. Wird eine derartige autoritative Instanz gedanklich ausgeschlossen, liegt es am denkfähigen Menschen selbst, durch Schlussfolgern zu Erkenntnis zu gelangen.

Menschen mit einer Nahtoderfahrung können scheinbar kurzzeitig über die Grenze zum Jenseits hinweg blicken. Es gibt überaus viele Berichte von Nahtoderfahrungen. Die meisten schildern die Erfahrung des Blicks über die Grenze als etwas überaus Beglückendes. Nicht wenige Menschen berichteten davon, nur ungern wieder in ihren physischen Körper im Diesseits zurückgekehrt zu sein. Wird davon abgesehen, die Vielzahl der Berichte als Hirngespinste, Halluzinationen o. ä. zu diskreditieren, bleibt nur, sich mit dem Phänomen eines extrauniversalen Existenzraums eingehender zu beschäftigen.

Eine primäre Quelle zu Vorstellungen eines extrauniversalen Existenzraums und zu dessen Beschaffenheit sind die Religionen und Glaubensrichtungen. Über Jahrtausende hinweg entwickelte sich eine ungemeine Vielfalt von Vorstellungen. Wohl alle Religionen und Glaubensrichtungen, deren Anzahl weltweit in die Tausende geht, kennen mehr oder weniger plastische Beschreibungen eines Jenseits. Allerdings unterscheiden sich diese Beschreibungen und die Konzepte, auf denen sie gründen, fundamental. Schon alleine eine Beschränkung auf die großen Weltreligionen macht dies deutlich.

Vorstellungen im Hinduismus

Bei der Betrachtung des Hinduismus fällt von vornherein ein ausgeprägter Pluralismus von Vorstellungen auf. Der Hinduismus ist, wie es der Religionswissenschaftler Michael von Brück in seinem Beitrag „Reinkarnation im Hinduismus und im Buddhismus“ beschrieb, eher als Oberbegriff für eine Anzahl sehr unterschiedlicher Ausprägungen einer Religion mit theistischen und nicht-theistischen, patriarchalischen und matriarchalischen, mystisch und kultisch geprägten Elementen zu verstehen. Auch die Vorstellungen von der „Seele“ und dem, was im Moment des Todes geschieht, unterscheiden sich folglich.

Im Lauf der Geschichte erlebte der Hinduismus, dessen Wurzeln sich grob auf etwa  1500 v. Chr. zurückführen lassen, viele Wandlungen. Um etwa 500 v. Chr. prägten im Wesentlichen drei Elemente den Hinduismus:

  • der Glaube, daß die Geister Verstorbener als Abgeschiedene in einem quasi-materiellen Zustand weiterexistieren;
  • die Vorstellung eines Gerichts über die Verstorbenen, die vom Totengott Yama, der auch König des Rechts genannt wird, nach ihren Taten beurteilt werden;
  • der Aufstieg der Seele in immer höhere Himmelssphären, wobei die Seele des Verstorbenen zunächst in ein Zwischenreich eingeht.

Die im Hinduismus verankerte Vorstellung einer Reinkarnation führt unweigerlich zu der Frage, was genau von Leben zu Leben wandert. Eine präzise Antwort ist jedoch nicht möglich, da es im Hinduismus unterschiedliche Vorstellungen von „Seele“, „Selbst“ und „Person“ gibt. Wenn unklar ist, ob es ein individuelles Selbst gibt, ist die Frage, wohin sich ein individuelles Selbst im Moment des Todes bewegt, irrelevant.

Der Hinduismus kennt durchaus die Vorstellung eines feinstofflichen Körpers, eines Astral- bzw. Fluidalleibs. Dieser besteht gewissermaßen aus Materie, ist jedoch unsichtbar. Eine Hauptfunktion des feinstofflichen Körpers als Hülle besteht darin, die Kontinuität von einer Inkarnation zur nächsten herzustellen.

Im Grunde hängt die Vorstellung, was genau (individuelles Selbst oder Teil eines individuellen Selbst) sich in einen extrauniversalen Existenzraum bewegt und wie dieser Existenzraum beschaffen ist, von der „Lehrmeinung“ ab, der man sich anschließt. Eine Aussage, die alle Richtungen des Hinduismus miteinander verbindet, ist, wenn Exaktheit angestrebt ist, nicht möglich.

Vorstellungen im Buddhismus

Die Aussage, dass nichts permanent ist und nichts ein Selbst hat, gilt als Kernmerkmal des Buddhismus und unterscheidet ihn von den anderen indischen Religionen. Nach Auffassung des Religionswissenschaftlers Michael von Brück zählte in der frühen buddhistischen Philosophie jedoch die Frage der Existenz oder Nicht-Existenz einer Seele (die dann auch wiedergeboren werden könnte oder nicht) zu den letztlich unentscheidbaren Problemen.

Wenn davon ausgegangen wird, dass nichts dauerhaft ist und nichts ein Selbst besitzt, stellt sich unweigerlich die Frage, was genau wiedergeboren werden soll. Dies würde dann jedoch in der Konsequenz auch dazu führen, die Sinnhaftigkeit des Buddhismus infrage zu stellen.

Um die Existenzberechtigung des Buddhismus nicht zu gefährden und um die Plausbilität einer Wiedergeburt zu bewahren, muss ein Weg gefunden werden, die Existenz eines individuellen Selbst oder zumindest eines Teils davon über den Tod hinweg zu denken und mit der Vorstellung eines Nicht-Selbst zu verbinden. Davon abgesehen hat die Reinkarnationslehre in den verschiedenen buddhistischen Schulen und Strömungen ein unterschiedliches Gewicht.

In einigen Weltregionen, in denen der Buddhismus ebenfalls stark vertreten ist (China, Japan, Korea usw.), spielt die Reinkarnationslehre eine geringere Rolle als im indischen oder tibetischen Buddhismus. Im Zen-Buddhismus tritt die Reinkarnationslehre in den Hintergrund. In der gelebten Praxis spielt sie keine Rolle.

Was genau sich in den extrauniversalen Existenzraum bewegt, um für eine Reinkarnation bereit zu sein, lässt sich nicht exakt definieren. Ebensowenig gibt es Hinweise zur Beschaffenheit des extrauniversalen Existenzraums.

Bereiche im extrauniversalen Existenzraum

Die monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) kennen unterschiedliche Bereiche, in denen sich das individuelle Selbst aufhalten kann. Die Vorstellungen in diesen Religionen decken sich keineswegs, sondern unterscheiden sich deutlich. Das Judentum nimmt eine Sonderstellung ein, da nicht hinreichend klar ist, was von einem Menschen nach dem Tod weiterhin existiert.

Vorstellungen im Judentum

Im Judentum galt der Himmel als „Wohnort“ Gottes und der Geistwesen (z. B. Engel, Dämonen). Menschen konnten keinen Zugang zum Himmel erlangen. In der hebräischen Bibel, dem Tanach, finden sich nur wenige Andeutungen zu einem Jenseits und der Möglichkeit einer dortigen Existenz des individuellen Selbst. Der jüdische Glaube ist auf das Leben in der Gegenwart ausgelegt; dieses Leben in der Gegenwart soll Gott gefallen.

Das Konzept des im Tanach beschriebenen „Scheol“ beschreibt einen Ort der Finsternis, an den alle Toten gelangen, sowohl die Gerechten als auch die Ungerechten. Dieser Ort befindet sich unterhalb der Erde und wird als ein Ort der Stille und Dunkelheit beschrieben, der vom Leben abgeschnitten ist. Unter jüdischen Theologen scheint keine Einigkeit darüber zu bestehen, ob Scheol ausschließlich Grab oder auch Totenwelt oder sogar Hölle bedeutet.

Alte Bibelübersetzungen ins Deutsche übersetzten „Scheol“ meist mit dem Wort „Hölle“. Neuere deutschsprachige Bibelübersetzungen verwenden meist Begriffe aus dem Wortfeld „Totenreich“.

Vorstellungen im Christentum

Das Christentum kennt – in biblischen Begriffen ausgedrückt – die Trennung von Leib, Seele und Geist. Der Leib, der physische Körper, ist nach dem Tod der Verwesung preisgegeben. Seele und Geist, das individuelle Selbst, bewegen sich in einen extrauniversalen Existenzraum.

Hinsichtlich des Aufenthaltsorts finden sich im Neuen Testament der Bibel drei Hinweise, die näheren Aufschluss geben können. Zwei dieser Hinweise stammen von Jesus Christus selbst.

Unmittelbar vor seinem Tod am Kreuz öffnete Jesus Christus einem der beiden neben ihm gekreuzigten Verbrecher gewissermaßen die Tür zum sofortigen Übergang nach dem Tod in das Paradies: „Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lukas 23, 43). Es kann davon ausgegangen werden, dass Jesus Christus entsprechend der jüdischen Tradition das Paradies der Seelen meinte. Dieses Paradies der Seelen ist Aufenthaltsort der Seelen von „Gerechten“.

Jesus Christus erzählte ein Gleichnis, eine fiktive Geschichte zur Verdeutlichung eines Sachverhalts. Im Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (Lukas 16,19–31) lebte der reiche Mann im Diesseits ein sorgloses Leben in materiellem Reichtum und kümmerte sich nicht um Lazarus, seinen hungrigen und von Krankheit gezeichneten Mitmenschen. Nach dem Tod gelangte seine Seele an einen Ort, an dem er Qualen erleiden musste. In verschiedenen Bibelübersetzungen werden unterschiedliche Begriffe für den Aufenthaltsort der Seele des reichen Mannes gebraucht. Die wichtigsten sind: „Totenreich“, „Unterwelt“ und „Hölle“. Der reiche Mann erkannte Lazarus wieder und befand sich in dessen Rufweite. Lazarus war jedoch durch eine unüberbrückbare Kluft getrennt. Daraus lässt sich schließen, dass der extrauniversale Existenzraum in zwei streng voneinander abgeschottete Bereiche unterteilt ist.

Mit Bezug zum Wirken Jesu Christi zwischen seinem Tod und seiner Auferstehung wird Folgendes berichtet: Jesus Christus sei „zu den Geistern gegangen, die im Gefängnis waren“ (1. Petrus 3,19). Gemeint sind Geister von Menschen, die zur Zeit der Sintflut Gott ungehorsam gewesen waren.

Aus diesen wenigen Hinweisen lässt sich zumindest folgern, dass sich das individuelle Selbst mit dem Tod in einen extrauniversalen Existenzraum bewegt. Dieses Selbst kann sehen, hören, kommunizieren, fühlen usw. Auch bei Nahtoderfahrungen berichten Betroffene, dass diese Fähigkeiten vorhanden waren.

Es stellt sich die Frage, ob Einschränkungen und Lasten auch bei einem Existenzübergang bestehen bleiben. Im Hinblick auf die Bibel ergibt sich die Vermutung, dass bei der Transition, dem Übergang in den extrauniversalen Existenzraum, zumindest die Einschränkungen und Lasten des Selbst bestehen bleiben. Die im Buch „Offenbarung“ zu findende Aussage, dass Gott „alle Tränen von ihren Augen abwischen“ wird (Offb. 7,17, Offb. 21,4), lässt diese Vermutung zu. Wäre das individuelle Selbst durch eine Transformation bereits geheilt, gäbe es für das Abwischen von Tränen keinen Grund mehr.

Darüber hinaus lässt sich, wie schon angedeutet, erschließen, dass längst verstorbene Menschen erkannt werden können. Der vom reichen Mann angerufene Abraham, gemeinsamer Stammvater von Judentum, Christentum und Islam, war schon etwa 2 000 Jahre vorher gestorben.

Das Verhalten im Diesseits scheint für den Bestimmungsort des individuellen Selbst nach dem Tod maßgeblich zu sein. Der Tod markiert gewissermaßen eine endgültige Grenze, nach der keine Revision von Einstellung und Verhalten mehr möglich ist. Der Mensch wählt folglich seinen endgültigen Bestimmungsort schon während seines Lebens selbst.

Vorstellungen im Islam

Nach dem Tod befindet sich der Mensch in einer Zwischenwelt, als Barzach bezeichnet. In dieser Zwischenwelt kann der Verstorbene weiter wahrnehmen und kann auch – über Träume – mit lebenden Menschen kommunizieren. Die Zwischenwelt ist vorübergehender Aufenthaltsort bis zum sogenannten Jüngsten Tag, dem Tag der Auferstehung. Der Islam unterscheidet zwischen Zwischenwelt und Jenseits. Die Zeit in der Zwischenwelt dient zur Vorbereitung auf das Jenseits.

Die Seele, das individuelle Selbst, bleibt als nichtstoffliche Substanz nach der Loslösung vom Körper erhalten. Darüber hinaus ist das Selbst bereits in der Zwischenwelt mit einem wahrnehmbaren und wiedererkennbaren, jedoch immateriellen Körper gewissermaßen angereichert.

In der Zwischenwelt ist das individuelle Selbst prinzipiell an die Denk- und Verhaltensmuster des Diesseits gebunden. Ein Sinneswandel, eine Art „Bekehrung“ von einem „schlechten“ hin zu einem „guten“ Lebenswandel ist in dieser Zwischenwelt nicht möglich.

Ein rechtschaffener Mensch mag den Aufenthalt in der Zwischenwelt als eine Befreiung vom physischen Körper erleben, insbesondere dann, wenn ein Körper krankheits- und/oder altersbedingt als einengendes Korsett empfunden wurde. Hingegen wird ein Mensch, der zu Lebzeiten Unrecht verübte, in dieser Zwischenwelt Angst und Not erleben.

Während der ersten Nacht im Grab wird das individuelle Selbst von zwei Engeln (Munkar und Nakir) hinsichtlich der Grundlagen des Glaubens, seiner Überzeugungen und seiner Taten geprüft. Je nach Ergebnis der Prüfung erfährt er schon im Grab einen Vorgeschmack vom Paradies oder der Hölle.

Das individuelle Selbst bestimmt im Islam seinen künftigen Aufenthaltsort nach der Auferstehung schon zu Lebzeiten im Diesseits selbst. Nach dem Tod ist keine nachträgliche Änderung von Überzeugungen und Verhalten mehr möglich.

Sie begleiten etwas, das gerade entsteht. Ich trage Informationen zusammen und ordne sie in einen Kontext ein. Was ich zusammentrage, wächst immer mehr an. Dann kann es nicht ausbleiben, dass immer wieder neue Erkenntnisse bereits Geschriebenes infrage stellen. Und dann steht eine Überarbeitung an.

Bei einem herkömmlichen Buchprojekt arbeitet der Autor bzw. die Autorin lange Zeit gewissermaßen im Verborgenen. In Zusammenarbeit mit einem Verlag wird das Werk vorangetrieben und solange immer wieder verbessert, bis es einen verkaufsfähigen Stand erreicht hat. Nicht selten vergeht zwischen dem Schreiben der ersten Textzeile und dem Verkaufsstart weit mehr als ein Jahr.

Naturgemäß sind im herkömmlichen Buchprojektablauf nach der Ablieferung des Manuskripts kaum mehr umfangreiche Änderungen möglich. Neue Aspekte können nur dann noch aufgegriffen und eingearbeitet werden, wenn der Verkaufsstart zeitlich verschoben wird. Ansonsten ist das Buch schon bei Erscheinen nicht mehr (ganz) aktuell.

Dieses Projekt geht einen völlig anderen Weg. Gerade bei einem phänomenologischen Ansatz können sich Erkenntnisgewinne ergeben, die auf das gesamte Projekt ausstrahlen. Dann wird es notwendig, Vorhandenes zu überprüfen und es zu überarbeiten. Ständig ist an mehreren Stellen etwas zu tun. Mit anderen Worten: Willkommen in der „Projektwerkstatt“.

Auch dieser Beitrag ist in den Prüf- und Überarbeitungsprozess eingebunden. Deshalb kann sich der Inhalt dieses Beitrags mehr oder weniger häufig ändern.

Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.