Wer nicht besessen ist von dem … Begeisterung und Erfolg

„Wer nicht besessen ist von dem, was er tut, wird wenig Lust dabei empfinden und ebenso wenig Erfolg dabei haben. Begeisterung und Erfolg gehen Hand in Hand.“ Reinhold Messner

Wer nicht besessen ist von dem, R. Messner - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Reinhold Andreas Messner (geb. 1944) ist ein italienischer Extrembergsteiger, Abenteurer und Buchautor mit über 80 Buchpublikationen.

Er gilt heute als einer der bekanntesten und erfahrensten Bergsteiger der Welt. Zusammen mit   Peter Habeler bestieg er 1978 als erster Mensch den Gipfel des Mount Everest ohne Zuhilfenahme von Flaschensauerstoff. Außerdem stand er als Erster auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender der Welt, jeweils ohne Flaschensauerstoff. Des Weiteren durchquerte er die Antarktis (1989/1990 mit Arved Fuchs), Grönland (1993) und die Wüste Gobi (2004).

Begeisterung und Erfolg – ein Tandem?

Wenn man Reinhold Messners Biografie liest, stellt sich unwillkürlich die Frage: „Wie begeistert muss man sein, dass man derartige Strapazen auf sich nimmt?“. Die meisten der Gebiete, in denen er unterwegs war, sind sehr unwirtliche Regionen. Die höchsten Berge besteigen, Wüsten durchqueren, verlangt ein ordentliches Maß an Durchhaltevermögen und Zähigkeit.

Es war sicherlich die Begeisterung, die alle Strapazen ertragen ließ und dazu antrieb, auf dem Weg zum Ziel nicht nachzulassen. Was dann als Erfolg gewertet wird, ist eine persönliche Angelegenheit. Ist Erfolg dieses eine Ereignis, beispielsweise das Ankommen auf dem „Dach der Erde“ oder ist Erfolg etwas Dauerhaftes, das was man mit Begeisterung tut?

Auch für Reinhard Karl, ebenfalls Bezwinger des Mount Everest, war Erfolg nicht mit dem einmaligen Ereignis verknüpft. Er hatte Gipfel erreicht. Aber ihm war bewusst, dass er wieder weitermusste, dass sich die Augenblicke auf einem Gipfel nicht konservieren lassen. Diese Erfahrung fasste er in einem prägnanten Satz zusammen: „Wirklich oben bist du niemals“.

Wie kann man sich in der realen Welt für etwas begeistern, das einen für längere Zeit antreibt? Manche empfinden beispielsweise ihre berufliche Tätigkeit als öde. Man schleppt sich buchstäblich morgens an den Arbeitsplatz und hofft, dass der Tag möglichst schnell vorbeigeht und man sich wieder auf den Heimweg machen kann. Der Job ist eben zum Geldverdienen notwendig. Und so geht das vielleicht Jahr für Jahr.

Wenn man mit seinem Leben nicht zufrieden ist, wie wäre es dann, sich eine kleine Auszeit zu gönnen? Um darüber nachzudenken, was einen wirklich im Tiefsten begeistert? Dann könnte vielleicht ein Funke der Begeisterung entstehen und den Optimismus nähren, dass man sein Leben in eine andere Richtung lenken kann.

Olaf (nicht der richtige Name), der sich in seiner beruflichen Position nicht wohlfühlte, ist ein Beispiel. Er begann ein berufsbegleitendes Studium, nahm die zusätzliche Belastung auf sich, und suchte eine neue berufliche Herausforderung. Wird er zukünftig in seinem neuen Arbeitsbereich erfolgreich sein? Eine Garantie gibt es nicht, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Weil er mit Begeisterung bei der Sache ist.

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