Ich glaube, dass wir alle etwas in uns tragen …

„Ich glaube, dass wir alle etwas in uns tragen, das sich entzündet, wenn wir andere sehen und kennen lernen, und dass wir alle ein Licht sind für die andern. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass durch irgendeine Kleinigkeit, die jemand tut, andere angetrieben und weitergeführt werden.“ Albert Schweitzer

Ich glaube, dass wir alle, A. Schweitzer - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Albert Schweitzer (1875-1965) war ein deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist. Schweitzer, der „Urwaldarzt“, gründete 1913 ein Krankenhaus in Lambaréné im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften, Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften.

Ein Licht für die anderen sein?

Wer möchte nicht in seinem Leben Bedeutung erfahren? Wohl die meisten Menschen wünschen sich, dass ihr Leben Spuren hinterlässt und sich in Anerkennung und Wertschätzung widerspiegelt.

Allerdings wird nicht jeder als bedeutender Erfinder, Politiker, Wirtschaftsführer, Sportler etc. in die Geschichte eingehen. Die meisten Menschen schaffen es beispielsweise nie, in einer Nachrichtensendung aufzutauchen und mit bedeutenden Errungenschaften oder Ereignissen in Verbindung gebracht zu werden. Öffentliche Wahrnehmung und Popularität sind jedoch keinesfalls gleichbedeutend mit Wirkmächtigkeit.

Albert Schweitzer engagierte sich als Humanist mit allen seinen Kräften für eine bessere und gerechtere Welt. Er war überzeugt, dass jeder Mensch für seine Mitmenschen ein Licht sein kann. Niemand ist zu unbedeutend, mit zu wenigen Fähigkeiten und Potenzialen ausgestattet. Jeder kann etwas tun, und sei es auch nur etwas vermeintlich ganz Kleines. Und manches geschieht auch ungeplant und unbewusst.

Die Geschichte von Rosa Parks, einer Afroamerikanerin, ist nur eines von vielen Beispielen. Die einfache Schneiderin weigerte sich 1955, ihren Sitzplatz in einem Bus vorschriftsmäßig einem weißen Fahrgast zu überlassen. Teilweise als Reaktion auf ihre Verhaftung organisierte Martin Luther King jr. einen Bus-Boykott, der als Auslöser vieler anderer Proteste der Bürgerrechtsbewegung in Amerika gilt. Mit ihrer ungeplanten und impulsiven Aktion setzte Rosa Parks eine Bewegung in Gang, die schließlich in den USA zur Aufhebung der Rassentrennung innerhalb von Bussen und Zügen führte. Kleine Ursache, große Wirkung.

Jede bzw. jeder kann wirkmächtig und ein Licht für andere Menschen sein. Auf die Mächtigkeit der Auswirkung kommt es nicht an. Schon alleine ein Lächeln kann etwas bei jemandem bewirken, wenn diese Person an diesem Tag sonst von niemandem angelächelt wird.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.