Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen …

„Deine erste Pflicht ist es, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich.“

Ludwig Feuerbach
Deine erste Pflicht ist es, L. Feuerbach - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Ludwig Andreas Feuerbach (1804-1872) war ein deutscher Philosoph und Anthropologe. Er gilt als einer der bedeutendsten Religionskritiker. Für Feuerbach ist Gott ein projiziertes Spiegelbild der menschlichen Natur.

Sich selbst glücklich machen – wie geht das?

Will man sich glücklich machen, sich selbst? Will man es wirklich? Und wenn ja, geht das einfach so, gewissermaßen „aus dem Stand“ und auf Knopfdruck?

Der Wunsch, sich glücklich machen zu wollen, verlangt ein tragfähiges Fundament. Dieses Fundament ist die Selbstliebe. Anselm Grün drückt es treffend aus: „Wir können uns selbst nicht erkennen, wenn wir uns nicht lieben.“ Mit anderen Worten: Wenn man sich selbst liebt, kann man sich selbst erkennen. Und dann kann man auch ergründen, was einen glücklich macht. Das wäre dann ein „Glückskern“, den man nie verlieren kann, denn er ist weder an Zeit noch an Umstände gebunden.

Um seinen Glückskern zu finden, kann man sich selbst ein paar Fragen stellen:

  • Was macht mich dauerhaft glücklich und ist nicht von Umständen (Wohlstand, Gesundheit usw.) abhängig?
  • Was bringt bei mir im Hier und Jetzt ein tiefes Glücksgefühl hervor?
  • Welche Erinnerungen sind mit Glückserfahrungen verknüpft?

Wenn das Fundament gelegt ist, kann der nächste Schritt gelingen: sich glücklich zu machen. Doch ist dies eine Sache bestimmter Techniken? Eher nicht. Wenn man sich selbst erkannt hat und weiß, was einen glücklich macht, braucht man keine Rezepte mehr.

Auswirkungen auf andere Menschen

Wenn man selbst glücklich ist, verändert sich ohne weiteres Zutun die eigene Ausstrahlung. Was einen erfüllt dringt nach außen und andere Menschen nehmen es wahr. Außerdem erwächst der Wunsch, auch zum Glück anderer Menschen beizutragen.

Thomas von Aquin hat das Gegenstück formuliert: „Die Wurzel alles Bösen in der Welt ist der Mangel an Liebe zu sich selbst.“ Wer hingegen sich selbst liebt und glücklich ist, wird zu einer „Wurzel des Guten in der Welt“.

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