Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.

„Wer zu sich selbst finden will, darf andere nicht nach dem Weg fragen.“

Paul Watzlawick
Wer zu sich selbst finden will, P. Watzlawick - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Paul Watzlawick (1921-2007) war ein österreichisch-amerikanischer Kommunikationswissenschaftler, Psychotherapeut, Philosoph und Autor. Er entwickelte verschiedene gesprächsanalytische Theorien und gilt als einer der populärsten Theoretiker der menschlichen Kommunikation. Seine Arbeiten hatten Einfluss auf die Familientherapie und allgemeine Psychotherapie.

Den Weg selbst finden – aber wie?

Was bedeutet es, zu sich selbst zu finden? Bedeutet es, auf die Begabungen, Fähigkeiten, Kompetenzen und Perspektiven zu schauen? Oder bedeutet es, in einen Abgrund an Mangel, Unzureichendem und Perspektivlosigkeit zu blicken? Die Sichtweise entscheidet, und für welche Sichtweise man sich entscheidet, liegt ausschließlich bei einem selbst.

Jeder Mensch verfügt über ein Bündel an Begabungen, Fähigkeiten und Kompetenzen. Was in diesem Bündel steckt, lässt sich entwickeln. Weshalb also nicht bewusst auf das blicken, was an Ressourcen schon angelegt und da ist? Zu sich selbst finden, bedeutet auch, seine Ressourcen zu „ent-decken“. Und es bedeutet auch, ein volles und uneingeschränktes „Ja“ zu ihnen zu finden.

Wenn man zu sich selbst finden will, dann kommt man aber auch nicht darum herum, sich mit seiner ganz persönlichen Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei stößt man auf erlittene Verletzungen genauso wie auf bereichernde Erfahrungen.

Wie kann der Weg aussehen, sich selbst zu finden? Manche Menschen wollen sich von vornherein nicht auf den Weg machen. Es erscheint ihnen zu kompliziert, vielleicht auch zu schmerzhaft, und sie verschieben es auf später. Andere wiederum möchten es sich möglichst einfach machen und erhoffen sich, dass ihnen jemand den Weg weisen kann. Dies ist jedoch nicht möglich. Ein Dritter, sei es beispielsweise eine gute Freundin oder ein guter Freund, ein Berater oder ein Coach, kann durch gutes Fragen lediglich Hilfestellung leisten, damit man selbst zu seinen persönlichen Antworten kommt. Aber sie oder er kann den Weg nicht weisen.

Man kann nur den Weg für sich selbst finden. Und das erfordert Zeit, intensives In-sich-hineinhören und Reflektieren. Es erübrigt sich, andere nach dem Weg zu fragen. Wie sollten sie ihn auch wissen können?

Lohnt es sich?

Was bringt es, sich selbst zu finden? Lohnt es sich, Zeit in sich selbst zu investieren und vielleicht auch Schmerz auszuhalten, der sich beim Beschäftigen mit der eigenen Geschichte bemerkbar macht?

Es lohnt sich ungemein! Wer die Antwort auf die Frage „Wer bin ich?“ findet, schafft für sich eine Basis, die Zukunft aktiv zu gestalten. Man weiß genau, was einen antreibt, und kann diese Energie nutzen. Und man weiß genau, was einem guttut und was nicht. Wer sich selbst gefunden hat, entwickelt daraus Stärke und braucht keine Macht über sich mehr abgeben. Und nicht zuletzt übernimmt man Verantwortung für sich.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.