Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, …

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen.“

Sprichwort aus China
Wenn der Wind der Veränderung weht, Unbekannt - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Bedrohung oder Chance?

Es verändert sich etwas. In der Wirtschaft wird von der Digitalisierung gesprochen, die die Arbeitswelt tiefgreifend verändern wird. Menschen aus ärmeren Ländern suchen in wirtschaftlich prosperierenden Ländern eine neue Heimat mit der Folge, dass sich die Bevölkerungsstruktur verändert. Klimaveränderungen haben tiefgreifende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Ständig verändert sich etwas. Veränderung lässt sich nicht verhindern.

Begreifen wir Veränderung als Bedrohung oder als Chance? Wie entscheidet sich, ob jemand eine Veränderung als bedrohlich oder als Chance empfindet?

Die sozialpsychologische Forschung steuert einige Erkenntnisse bei. Unsere unmittelbaren Gefühle beeinflussen maßgeblich, ob wir etwas als bedrohlich oder risikoreich einschätzen. Darüber hinaus ist unsere persönliche Einschätzung immer auch oft auf andere Menschen bezogen und wird häufig von ihnen beeinflusst. Aber letzten Endes entsteht eine Bedrohung immer erst im Auge des einzelnen Betrachters.

Wie kann man damit umgehen, wenn sich eine Veränderung nicht aufhalten lässt? Man kann natürlich versuchen, sich gegen das Unvermeidliche zu stellen. Dann werden Mauern aufgebaut, die früher oder später dann doch dem Druck nicht mehr standhalten können. Die Veränderung wird sich unweigerlich ihre Wege suchen, so wie beispielsweise das Wasser.

Die andere Möglichkeit besteht darin, zu versuchen, „auf der Welle zu reiten“. Mit jeder Veränderung ergeben sich Chancen, die der Veränderung innewohnende Energie für sich nutzbringend einzusetzen. Doch auch hier entsteht eine Chance immer erst im Auge des Betrachters.

Wie lässt sich das Gefühl intuitiv darauf ein, eine Veränderung als Chance zu sehen? Diese Frage kann von der Wissenschaft (noch) nicht hinreichend fundiert beantwortet werden. Aber es gibt eine zweite Instanz: das Denken. Unser Gefühl bleibt nicht nur Gefühl, sondern das Denken wird angeregt. Dann besteht die Möglichkeit, sich mit dem Gefühl kritisch auseinanderzusetzen und rational abzuwägen.

Positive Lebenserfahrungen, was im Leben schon alles geschafft worden ist, wie Veränderungsprozesse schon erfolgreich bewältigt worden sind, steigern das Selbstvertrauen. Dann kann man zuversichtlich in die Zukunft blicken, auch weitere Veränderungen nicht nur bewältigen zu können, sondern auch „die Welle reiten“ zu können.

Unser Gehirn unterstützt uns dank Neuroplastizität (die Fähigkeit des Gehirns, sich selbst zu ändern) jedenfalls ein Leben lang. Wir können bis ins hohe Alter hinein immer Neues lernen.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.