Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben! …

„Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben! Wer Menschen motivieren will und Leistung fordert, muss Sinnmöglichkeiten bieten.“ Viktor Frankl

Der Wille zum Sinn bestimmt unser Leben, V. Frankl - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Viktor Frankl (1905-1997) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Er begründete die Logotherapie und Existenzanalyse, die vielfach auch als die „Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“ bezeichnet wird.

Sinnmöglichkeiten herausfinden und bieten

In vielen Unternehmen ist es beispielsweise gang und gäbe, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Motivationsseminare anzubieten. Das Ziel besteht darin, zu motivieren, das persönliche Leistungspotenzial besser auszuschöpfen und für das Unternehmen mehr Umsatz und damit Ertrag zu generieren.

Leider ist der Erfolg solcher Seminare oft nur kurzlebig. Meist stehen Methoden und Techniken, z. B. Verkaufstechniken, im Vordergrund. Die „Sinnfrage“ die eng mit der Frage nach dem Mehrwert für den Kunden verknüpft ist, wird, wenn überhaupt, oft nur am Rande betrachtet.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kehren anschließend wieder an ihren Arbeitsplatz, in ihr bisheriges Arbeitsumfeld zurück. Die Strukturen haben sich vermutlich zwischenzeitlich nicht verändert. Wenn der bzw. die Vorgesetzte unfähig ist, hat sich auch daran nichts verändert. Und wenn Kollegen kooperationsunwillig, veränderungsunwillig und/oder frustriert sind, dann sind sie es wahrscheinlich immer noch.

Motivation muss von innen kommen und sie muss im Einklang mit dem persönlichen Lebenssinn der einzelnen Person stehen. Wie lässt sich zwischen Unternehmenszielen und individuellem Lebenssinn eine Verknüpfung herstellen? Wie kann dies in einer Weise geschehen, die für die Mitarbeiterin bzw. den Mitarbeiter stimmig ist? Wenn diese Fragen situationsspezifisch beantwortet werden können, bestehen gute Chancen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu dauerhaften Verhaltensänderungen zu motivieren, die diese wirklich wollen.

Wundert es, wenn sich „aufgepfropfte“ Motivation schnell wieder verflüchtigt? Sinnverknüpfte Motivation hingegen öffnet den Weg zur Veränderungsmotivation, d. h. man hat den Wunsch und Willen, bei sich etwas nachhaltig zu verändern. Dann gibt man auch bei Rückschlägen nicht gleich auf. Man bleibt dran und legt für sich eine neue Denk- und Verhaltensspur. Bildlich gesprochen zieht man eine neue Spur in den Neuschnee.

Wille zum Sinn

Menschen sind willens, einen Sinn zu finden und sich Werten hinzugeben. Wenn der Mensch jedoch in seinem Willen zum Sinn frustriert wird, macht sich in ihm, so Frankl, ein existentielles Vakuum breit. Dann können andere Bedürfnisse entstehen, wie beispielsweise das Bedürfnis nach Macht.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.