Neben der edlen Kunst, etwas zu erledigen, gibt es die nicht minder edle …

„Neben der edlen Kunst, etwas zu erledigen, gibt es die nicht minder edle, Dinge ungetan zu lassen. Das Aussortieren des Unwesentlichen ist der Kern aller Lebensweisheit.“

Laotse
Neben der edlen Kunst, Laotse - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Laotse (auch andere Schreibweisen, wie z. B. Laozi, sind bekannt) war ein legendärer chinesischer Philosoph und gilt als Begründer des Daoismus. Er soll im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben, jedoch wird grundsätzlich infrage gestellt, ob er wirklich existiert hat.

Der Daoismus ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung. Ein zentrales Thema des Daoismus ist die Suche nach Unsterblichkeit.

Dinge erledigen – Was ist wesentlich, was unwesentlich?

Was ist nicht alles zu erledigen? Manche Dinge müssen erledigt werden, manche können erledigt werden. Was in die Kategorie „Muss“ und was in die Kategorie „Kann“ fällt, hängt von den individuellen Lebensumständen ab. Wer etwa ein Auto besitzt, muss es unterhalten und pflegen (lassen), sonst treten irgendwann Schäden auf.

Was ist für einen wesentlich und was ist unwesentlich? Hat man sich schon Gedanken gemacht?

Sehr wahrscheinlich werden die Gesundheit, die berufliche Tätigkeit, zwischenmenschliche Beziehungen in der Partnerschaft, der Familie, in Freundschaften und im weiteren Umfeld, und natürlich auch der Bereich Wohnen, als wesentlich erachtet. Die Aufzählung ließe sich noch fortsetzen. Reihenfolge und Gewichtung hängen von den individuellen Einstellungen ab.

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, wird wohl auch all das als wesentlich angesehen, was mit den eigenen Lebenszielen, Werten und der Lebensaufgabe (sofern man eine für sich entdeckt hat), verknüpft ist. Wer sich beispielsweise zum Ziel gesetzt hat, bis zum 40. Lebensjahr ein Haus sein Eigen zu nennen, für den wird vermutlich die erfolgreiche berufliche Tätigkeit zum Wesentlichen gehören. Und wer sich einem Hobby, wie beispielsweise dem Bergsteigen, verschrieben hat, für den ist das Hobby wesentlich.

Was bedeutet Unwesentliches aussortieren?

Was bleibt als unwesentlich übrig und kann somit aussortiert werden? Und was bedeutet dann „Aussortieren“?

Helmut (nicht der wirkliche Name) ging auf sein siebzigstes Lebensjahr zu. Immer wieder kam ihm schmerzlich in den Sinn, dass seine Lebenszeit begrenzt ist. Wie könnte und wollte er seine verbleibende Lebenszeit einsetzen? Für ihn stellte sich die Frage nach dem Wesentlichen ganz konkret.

Die berufliche Tätigkeit war für Helmut Vergangenheit, also nicht mehr wesentlich. Aber natürlich war das Thema „Gesundheit“, der Erhalt seiner physischen und psychischen Gesundheit, wesentlich. Beziehungen waren für ihn wesentlich, in seiner Ehe, in seiner Familie, zu Freunden und Bekannten. Das Thema „Wohnen“ war wesentlich, und natürlich auch seine Lebensaufgabe. Seine Lebensaufgabe hatte er übrigens erst für sich entdeckt, als er schon über sechzig Jahre alt war.

Mit dem Wesentlichen sind für Helmut Prioritäten verknüpft. Diesen Prioritäten ordnet sich Anderes, also Unwesentliches, unter. So hat sich Helmut beispielsweise dazu entschieden, seinen Medienkonsum auf das für ihn Sinnvolle zu reduzieren. Er will informiert bleiben, um qualifiziert mitreden zu können, will aber keine Zeit für irgendwelche Fernsehserien vergeuden.

Was hat man vom Aussortieren?

Wenn man Unwesentliches benennt und konsequent aussortiert, verzettelt man sich im Leben viel weniger. Das Leben wird bewusster gelebt. Und man wird zufriedener sein, denn man hat ja seine Lebenszeit bewusst eingesetzt, für die Dinge, die einem wichtig sind.

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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.