Wer mit wenig nicht glücklich ist, wird auch mit viel nicht glücklich sein.

„Wer mit wenig nicht glücklich ist, wird auch mit viel nicht glücklich sein.“

Laotse
Wer mit wenig nicht glücklich ist, Laotse - Gestaltung: privat
Gestaltung: privat

Laotse (auch andere Schreibweisen, wie z. B. Laozi, sind bekannt) war ein legendärer chinesischer Philosoph und gilt als Begründer des Daoismus. Er soll im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben, jedoch wird grundsätzlich infrage gestellt, ob er wirklich existiert hat.

Der Daoismus ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung. Ein zentrales Thema des Daoismus ist die Suche nach Unsterblichkeit.

Worum geht es überhaupt?

Laotse spricht materielle Dinge an. Um das Glück im immateriellen Bereich, beispielsweise in Beziehungen, geht es nicht. Dabei sind gerade soziale Beziehungen, Engagement für andere, und Gesundheit drei wesentliche Faktoren, die zum subjektiven Wohlbefinden beitragen. Martin Seligman, Pionier der Positiven Psychologie, war überzeugt, dass es nichts gibt, was zum eigenen Glück so sehr beiträgt, wie andere glücklich zu machen.

Der französische Schriftsteller André Gide drückte es etwas umfassender aus: „Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“ Und Nicolas Chamfort, ebenfalls ein französischer Schriftsteller bezog sich auf die Beziehung zwischen Ansprüchen und Glück: „Ansprüche machen das Leben schwer. Das glückliche Leben beginnt, wenn man sie aufgibt.“.

Wie viele materielle Dinge braucht man, um glücklich zu sein?

Was braucht man an materiellen Dingen zum Glück? Verhilft etwa ein Lottogewinn zum Glück? Ja, durchaus. Viele Studien zeigen, dass es eine Phase des mit dem Lottogewinn verbundenen Glücksgefühls gibt. Aber diese Phase hat ein Ende und schon nach etwa einem Jahr fühlen sich die meisten Lottogewinner nicht mehr glücklicher als andere Menschen. Ganz ähnlich verhält es sich bei einer Gehaltserhöhung. Nach einiger Zeit ist der Glückseffekt verpufft.

Dass man auch mit sehr wenig Geld und Besitz glücklich und zufrieden leben kann, beweisen tagtäglich unzählige Menschen. Manche trennen sich sogar ganz bewusst von Besitz und haben sich dem Minimalismus, dem einfachen Leben, verschrieben. Unter diesen Menschen befinden sich durchaus auch Wohlhabende, die ihren Besitz nicht brauchen, um glücklich zu sein.

Wäre man bereit, sich für einen Moment vorzustellen, wie es wäre, wenn man selbst freiwillig auf Besitz verzichten würde? Wie wäre es, wenn man selbst zum Minimalisten würde? Wäre man dann noch glücklich? Wenn ja, macht man sein Glück nicht von Besitz abhängig. Man hat andere Glücksquellen, die nicht versiegen. Wenn nein, wird man sehr wahrscheinlich auch nicht glücklich sein, wenn man (sehr) viel mehr als jetzt besitzen würde.

Man kann (sehr) wenig besitzen und dennoch reich sein. Laotse drückt es so aus: „Reich ist, wer weiß, dass er genug hat.“

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Wer sich am Ziel glaubt, Laotse - Gestaltung: privat
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Ich bin Dieter Jenz, Begleiter, Berater und Coach mit Leidenschaft. Über viele Jahre hinweg habe ich einen reichen Schatz an Kompetenz und Erfahrung erworben. Meine Themen sind die "4L": Lebensaufgabe, Lebensplanung, Lebensnavigation und Lebensqualität.